FC Sursee II - FC Emmenbrücke

Fussballherz was willst du mehr?

 

FC Sursee II – FC Emmenbrücke 1:6 (1:3)

Schlottermilch, 640 Zuschauer; 5. 1:0 Zbinden; 30. 1:1 Petrongolo; 32. 1:2 Hrgota; 35. 1:3 Kameraj; 46. 1:4 Ramadani; 58. 1:5 Saliu; 64. 1:6 Hrgota

 

FC Sursee: Krasniqi, Macieira, Kiener, Kramis, Brun, Sieger, Koch, Guedes, Steiger, Pose, Zbinden

FC Emmenbrücke: Kovacevic, Berisha, Deva, Saliu, Kokanovic, Ramadani, Jusovic, Petrongolo, Schorno, Izzo, Hrgota

 

Es war angerichtet auf der Schlottermilch. Bei hervorragenden äusseren Bedingungen trafen sich über 600 Zuschauer in freudiger Erwartung. Aufstiegsspiele in die 2. Liga, seit über 30 Jahren wieder mal beim FC Sursee. Die regionale (Sport-)Prominenz lies sich sehen: die Veteranen des Team Surental (Gratulation zum Meistertitel), der Ehrenpräsident Helfenstein aus Sempach, der langjährige Sponsor des FC Sursee Alois Oehen, der mit seinem Grosskind Joel Steiger fieberte, Guido Sieger mit seiner Sigmatic als Teamsponsor und und und. Viel Arbeit hatte auch Speaker Yannik Koch zu verrichten. Das Team 2 hat über 40 Matchbälle verkauft. Mit ein Zeichen, dass diese junge Mannschaft (alle Spieler haben beim FC Sursee das Fussball-ABC gelernt) in der Region stark verwurzelt ist. Auch die Clubhauswirtin Brigitte hatte alle Hände voll zu tun. Dank der Familie Hasani vom Schweizerheim konnte vor der Halbzeit auch der «Bratwurst-Notstand» wieder gelöst werden.

 

Haben die jungen Surseer gegen den Favoriten aus Emmenbrücke eine Chance? Eine Mannschaft, bei der fast alle Spieler mindestens 1. Liga-Erfahrung haben? Motto in Sursee: Wir haben keine Chance, aber die versuchen wir zu nutzen. Emmenbrücke zeigte ab der ersten Minute wer die Dominanz auf dem Platz hat. Mit schnellen Passkombinationen wurde immer wieder Hrgota gesucht. Doch klare Abschlusschancen ergaben sich nicht. Der erste Entlastungsangriff von Sursee brachte die Führung für die «jungen Wilden». Sieger zu Koch, direkt zu Zbinden welcher aus 15 Metern den Ball in die Maschen drosch. Führung! Führung FC Sursee! Glänzige Augen bei Präsident Willimann, Emotionen pur beim Teamsponsor Sieger. Die Schlange am Bierstand nimmt sofort wieder zu. Bis zur 30. Min hatte Emmenbrücke nun Mühe, sein gewohntes Spiel aufzuziehen. Die Einheimischen verteidigten mit Mann und Maus und doch war es eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fallen würde. Innert 4 Minuten wurde dann das Spiel gedreht. Petrongolo, Hrgota und Kameraj trafen zum 1:3 Pausenstand. Was wäre, wenn Sursee eine Minute vor der Pause nach einer Riesenchance von Guedes hätte verkürzen können?

 

Die Geschichte in Halbzeit 2 ist schnell geschrieben: Anspiel, Abschluss Ramadani, 1:4. Mit diesem Treffer war die Gegenwehr von Sursee gebrochen. Bis zur 64. Min erhöhten Saliu und Hrgota auf 1:6.

 

…und trotzdem war es «geil» auf der Schlottermilch. Fussballherz was willst du mehr? Eine Mannschaft aus eigenen Spielern schafft es in die Aufstiegsspiele. Diese Mannschaft darf gegen den Favoriten verlieren. Diese Mannschaft wird in den verbleibenden drei Spielen zeigen, dass auch sie Fussball zelebrieren können. Vorwärts Marsch heisst nun das Motto. Mit erhobenen Hauptes am Samstag in Zug werden um die ersten Punkte in dieser Aufstiegspoule gekämpft. Hopp Sorsi! (Samstag, 9. Juni, 18.00 Uhr, Herti-Allmend)